1. Startseite
  2. Massagepistole: Was bringen sie und wie verwende ich Sie?
Massagegeräte

Massagepistolen, die Allzweckwaffen gegen Muskelschmerzen und Verspannungen

Massagepistolen_Header_21x9.jpg
22. Februar 2022

Massagepistolen erfreuen sich wachsender Beliebtheit und haben längst den Weg aus den Physiotherapie-Praxen in die Privathaushalte gefunden. Aber was sind Massagepistolen, wie funktionieren sie und wofür sind sie gut? Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Was sind Massagepistolen?

Massagepistolen sind auch unter ihrem englischen Namen «Massage Guns» bekannt. Auf den ersten Blick sehen Massagepistolen ein wenig aus wie ein Elektrowerkzeug – oder eben wie Pistolen. Massagepistolen sind Tiefenmassage-Geräte, die durch Vibration tief und gezielt ins Muskelgewebe eindringen, die Durchblutung fördern und Muskelverspannungen sowie die Faszien lockern.
Massagepistole_Mood_1.jpg

Wie funktionieren Massagepistolen?

Massagepistolen bauen ihre Wirkung auf dem Prinzip der Perkussion (lateinisch percussio = das Schlagen) auf und übertragen Vibration mit hoher Geschwindigkeit auf das zu behandelnde Gewebe – im Gegensatz zu einer herkömmlichen Massage sogar bis in die tieferliegende Muskulatur. Dabei lassen sich verschiedene Geschwindigkeiten und Intensitäten (meistens im Bereich von 1'200 bis 3'200 Stössen pro Minute) einstellen. 

Im Zubehör zu Message Guns finden sich meistens 4 unterschiedliche Massage-Aufsätze:

  • Ball: Der runde Ball gilt als Standardaufsatz und kann zur Behandlung sämtlicher Muskelpartien angewandt werden.
  • Hammer: Klopft sanfter als der Ball, da die Vibrationen über eine flache Platte abgegeben werden. Ideal bei der Behandlung von grösseren Muskelgruppen (z. B. Oberschenkel oder Gesäss).
  • Bullet: Kleiner als der Ball ist der Bullet dafür ausgelegt, «Triggerpunkte» (punktuelle Verhärtungen der Tiefenmuskulatur) gezielt zu behandeln. 
  • Fork: Der Fork-Aufsatz gleicht einer Stimmgabel und kommt vor allem bei der Behandlung der Rücken- und der Wadenmuskulatur zum Zuge.

Wann kommen Massagepistolen vorwiegend zur Anwendung?

Die Massagepistole kommt vorwiegend während der Regenerationsphase nach einem körperlich anstrengenden Workout zum Zuge. Sie kann aber auch vor dem Workout angewandt werde, um besonders verletzliche Muskelpartien besser auf die anstehende physische Belastung vorzubereiten. 

 

Für wen sind Massagepistolen geeignet?

Grundsätzlich können alle von der Wirkung einer Massage Gun profitieren. Besonders geeignet sind sie jedoch für Leistungssportler und ambitionierte Hobby-Athleten, bei denen ein ausgiebiges Stretching vor und nach dem Workout, eine gesunde Ernährung sowie genügend Schlaf die Regeneration nicht im gewünschten Ausmass beschleunigt. 

Falls Sie also gerade erst mit Ihrem Trainingsregime begonnen haben, gibt es noch viele andere Möglichkeiten, um die Muskeln nach einem harten Training wieder zu entspannen. Beobachten Sie zuerst, wie Ihr Körper auf physische Anstrengung reagiert und welche Muskelpartien bei Ihnen besonders beansprucht werden oder Ihnen die grössten Probleme bei der Regeneration bereiten. Entscheiden Sie am besten erst dann, ob sich die Anschaffung einer Massagepistole für Sie lohnen könnte.

Massagepistole_Mood_2.jpg

Wie verwendet man eine Massagepistole richtig?

Selbstverständlich ist es ratsam, sich an die genauen Anweisungen des jeweiligen Herstellers zu halten und vor dem ersten Gebrauch ein wenig Zeit in das Studium der Gebrauchsanweisung zu investieren.

Grundsätzlich sollten jedoch die folgenden Punkte beachtet werden:

  1. Massagepistolen sollten ausschliesslich zur Tiefenmuskelmassage verwendet werden. Auf Knochen oder Gelenken hat die Massage Gun nichts verloren.
  2. Lassen Sie sich bei der Behandlung von schwer erreichbaren Stellen von einer Zweitperson helfen. Es wäre schade, wenn Sie sich beim Anwenden der Massagepistole etwas zerren oder verrenken.
  3. Verwenden Sie zur Behandlung der verschiedenen Körperpartien immer den vom Hersteller vorgeschlagenen Aufsatz.
  4. Behandeln Sie einzelne Stellen Ihres Körpers nicht länger als eine bis maximal fünf Minuten. Je kleiner die zu behandelnde Stelle ist, umso kürzer sollten Sie die Massagepistole anwenden.
  5. Beginnen Sie jede Behandlung mit der niedrigsten Stosszahl und erhöhen Sie diese sukzessive. 
  6. Übertreiben Sie es nicht: 2 oder 3 Behandlungen pro Woche sind ausreichend. Wenn die Massagepistole zu oft zum Einsatz kommt, können sich die Muskeln sogar entzünden.
  7. Sich selber zu behandeln hat viele Vorteile. Es hat aber den Nachteil, dass tieferliegende Ursachen für Muskelschmerzen nicht erkannt werden. Sollten Ihre Beschwerden nach 2-wöchiger Eigenbehandlung noch immer bestehen, wenden Sie sich an einen Physiotherapeuten.
  8. Schwangere, onkologische Patienten, Menschen mit Herzschrittmacher oder mit künstlichen Gelenken sollten zuerst mit ihrem Arzt abklären, in welchem Umfang die Massagepistole zum Einsatz kommen darf.