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Ernährungs-Check

Was bringen Sportriegel und Sportdrinks?

Sportriegel_Artikel
22. August 2022

Knurrt vor oder nach dem Workout der Magen, greifen viele gern zu Riegeln. Auch isotonische Getränke und Proteinshakes sind bei Sporttreibenden beliebt. Das müssen Sie über diese Produkte wissen.

Was ist der Sinn und Zweck von Sportriegeln?

 

Riegel sind handlich, denn sie müssen weder angerührt noch gekühlt werden. Und sie lassen sich überall und jederzeit unkompliziert verzehren. Daher sind sie praktisch, um zwischendurch den kleinen Hunger zu stillen – und als Begleiter fürs Training, gerade wenn man pro Woche viel Sport treibt oder lange Sporteinheiten absolviert. Oder wenn man an Wettkämpfen teilnimmt. 


Während des Trainings liefern Riegel schnell verfügbare Energie und nach dem Training in geringen Mengen Eiweiss. Sie dienen aber keinesfalls als Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Vielmehr sollen sie als Alternative zu Süssigkeiten verwendet werden.

Welche Arten von Sportriegeln gibt es?

 

Grundsätzlich wird zwischen zwei Gattungen unterschieden: Riegeln, die reich an Kohlenhydraten und damit Energie sind, und Riegeln, die viel Protein sprich Eiweiss enthalten.

Was bewirken Energieriegel?

 

Energieriegel versorgen Sportlerinnen und Sportler vor allem vor und während des Trainings mit ausreichend Energie. Da sie grösstenteils aus einfachen Kohlenhydraten bestehen, muss der Körper keine langen Kohlenhydratketten aufspalten. Deshalb steht ihm die Energie sehr schnell zur Verfügung. 

 

Wer nur wenig bis keinen Sport treibt, sollte Energieriegel wie Süssigkeiten behandeln. Sprich: Nur im Mass konsumieren, weil keine sportliche Leistung erfolgt, bei der die Kalorien gleich wieder verbrannt werden.

Was bewirken Proteinriegel?

 

Proteinriegel ist nicht gleich Proteinriegel: Manche enthalten viel Kollagen. Dieses unterstützt die normale Funktion von Knochen, Knorpeln, Sehnen und Gelenken, eignet sich aber nicht für den Muskelaufbau. Kollagenriegel dienen optimalerweise als Snack, sollten jedoch nicht nach dem Training verzehrt werden, da sie den Muskelaufbau nicht fördern. 


Wer Muskeln aufbauen will, greift nach dem Training oder auch zwischendurch auf Riegel mit hohem Eiweissgehalt zurück – oder auf Molke, die ebenfalls eine gute Eisweissquelle ist.

Was unterscheidet einen Sportriegel von einem simplen Znüni-Riegel?
 

Gewöhnliche Znüni-Riegel bestehen hauptsächlich aus Cerealien, Zucker und weiteren Zutaten wie zum Beispiel Trockenfrüchten oder Schokolade. Sie enthalten weniger Protein als Sportriegel.

Was taugt sonst noch als Snack vor dem Sport?


Vor dem Sport sollten vor allem schnell verfügbare Kohlenhydrate in Form von verschiedenen Zuckern gegessen werden. Besonders sinnvoll sind Früchte wie beispielsweise Bananen, da sie dem Körper nicht nur Energie, sondern auch Vitamine liefern. Die Früchte können auch kurz vor dem Sport verzehrt werden. Ansonsten sollte man aber nicht viel zu sich nehmen. Ob man vor dem Training überhaupt etwas verträgt, ist von Person zu Person verschieden. Einigen fällt es schwer, Sport zu treiben, wenn sie etwas gegessen haben. Andere müssen vorher etwas essen, damit sie aktiv sein können. Wichtig ist: Hören Sie auf Ihren Körper!

Was isst man nach dem Sport?


Direkt nach dem Training empfiehlt es sich grundsätzlich, eine Mischung aus Eiweiss und schnell verfügbaren Kohlenhydraten zu essen. So wird dem Körper die nötige Energie zurückgegeben, die er beim Sport verbraucht hat. Das Eiweiss wird dann zum Muskelaufbau verwendet. Neben Riegeln mit hohem Proteinanteil eignet sich beispielsweise auch ein Käsesandwich als After-Sport-Snack.

Wie viele Sportriegel darf man pro Tag essen?
 

Ersetzen Sie eine ausgewogene Ernährung mit frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln nicht durch Sportriegel. Beachten Sie auch die Kalorien und die Zuckermenge der Riegel, damit die Energiebilanz am Endes Tages stimmt. Benützen Sie allenfalls den Kalorienbedarfs-, den Kalorienverbrauchs- und den BMI-Rechner, um die Situation besser einschätzen zu können. Achten Sie zudem darauf, was Ihrer Verdauung bekommt. Ballaststoffreiche Riegel, Riegel mit einem hohen Fruktosegehalt sowie Riegel mit Zuckeraustauschstoffen wie Xylit oder Sorbit können beim einen oder anderen zu Darm-Bewegungen oder Durchfall führen.

Teller-Animation zur ausgewogenen Ernährung
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Was sind isotonische Getränke?

 

Isotonische Sportgetränke enthalten Elektrolyte wie Magnesium, Calcium, Kalium und Natrium, die aufgrund ihrer Konzentration schnell ins Blut abgegeben werden. Darüberhinaus liefern sie schnelle Kohlenhydrate. Es gibt sie fixfertig oder als Pulver zum Anrühren.

 

Neben isotonischen existieren auch hypotonische Getränke. Letztere enthalten nur wenige Elektrolyte. Sie liefern dem Körper zwar Flüssigkeit, können aber Salzverluste nicht ausgleichen. Zu den hypotonischen Getränken zählt etwa Wasser.


Die dritte Kategorie bilden hypertonische Getränke, zu denen etwa reine Fruchtsäfte, Eistee und andere Softdrinks gehören. Die darin enthaltenen Stoffe sind so konzentriert, dass der Körper dem Blut Flüssigkeit entziehen muss, um sie zu verarbeiten. Er dehydriert also. Daher sind hypertonische Getränke beim Sport ungeeignet.

Wer braucht isotonische Getränke?


Hilfreich sind isotonische Getränke vor allem für Ausdauersportler, die praktisch jeden Tag längere Trainingseinheiten absolvieren oder an Wettkämpfen teilnehmen. Denn sie verlieren durch das anhaltende Schwitzen viele Elektrolyte und verbrennen viele Kohlenhydrate. Iso-Drinks gleichen diese Verluste schnell aus. Wer nur selten Sport treibt oder durch das Training Fett verbrennen möchte, sollte isotonische Getränke massvoll konsumieren. Denn sie enthalten viel Zucker und können auf die Hüften schlagen. Auch sind sie sehr sauer, was den Zahnschmelz angreifen kann – gerade wenn man sie über längere Zeit in kleinen Schlückchen konsumiert.

Wer braucht Proteinpulver?

 

Bodybuilder können von Proteinshakes profitieren, denn sie haben einen Extra-Bedarf an Eiweiss. Sie benötigen das Protein nicht nur für den Muskelaufbau, sondern auch für die Regeneration. Denn bei ihrer Art von Training entstehen in den Muskeln winzige Risse, die der Körper mit Hilfe von Eiweiss repariert. Alle anderen Sportlerinnen und Sportler können den Muskelaufbau prinzipiell über die Ernährung steuern. Zu den Top-Eiweisslieferanten gehören unter anderem Rind- und Pouletfleisch, Eier, Tofu, Hülsenfrüchte und Nüsse. Wichtigsten ist aber auch hier, die Mahlzeiten ausgewogen zu gestalten.


Hier erfahren Sie noch mehr über Sporternährung und eine ausgewogene Ernährung. Zudem finden Sie viele Rezeptanregungen.