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Outdoor-Trinkwasserfilter – Mobil, handlich, nützlich

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24. Mai 2022

Falls Sie während ausgedehnten Abenteuern nicht literweise Flüssigkeit mitschleppen möchten, kann Ihnen ein mobiler Trinkwasserfilter nützliche Dienste erweisen. Aber was kann ein solcher Wasserfilter überhaupt leisten? Wir erklären die Grundlagen.

1. Wozu ein Wasserfilter?

Ohne Wasser geht nichts. Vor allem dann nicht, wenn man unter der gleissenden Sommersonne seiner Outdoor-Leidenschaft nachgeht. Gerade auf längeren Touren, ein wenig abseits der überlaufenen Routen und weg von sauberem Wasser aus der Leitung, muss man entweder literweise Wasser mitschleppen oder den Durst an Bächen, Seen oder zur Not auch an Pfützen stillen. Dieses Wasser kann jedoch verunreinigt sein. Mobile Wasserfilter leisten bei der Wasserentkeimung wertvolle Dienste und verwandeln verunreinigtes in trinkbares Wasser.

2. Welche Verunreinigungen können natürliche Wasserquellen aufweisen?

Viren (0,02 – 0,2 Mikrometer): Viren sind wegen ihrer geringen Grösse schwierig zu filtern. Deshalb galten lange Zeit nur Abkochen oder die Behandlung mit chemischen Desinfektionsmitteln als probate Lösungen, um Wasser von Viren zu säubern. Inzwischen gibt es jedoch Wasserfilter, die auch Viren aus dem Wasser herausfiltern können.

 

Bakterien (Größe: 0,2 – 5 Mikrometer): Bakterien sind allgegenwärtig. Sie übernehmen beispielsweise wichtige Funktionen im Magen, im Darm und auf der Haut. So weit, so ungefährlich. Gefährlich wird es aber dann, wenn sich Bakterien aus Fäkalien im Wasser befinden. Diese können nämlich heftigen Durchfall auslösen.

 

Protozoen (Größe: 1 – 15 Mikrometer): Protozoen sind Einzeller. Sie sind sehr widerstandsfähig, lassen sich dank ihrer Grösse aber relativ leicht aus dem Wasser filtern. Protozoen sind deshalb gefährlich, weil sie das zentrale Nervensystem angreifen und zu Durchfall führen können.

 

Schwebstoffe: Bei Schwebestoffen handelt es sich meistens um pflanzliche Reste, beispielsweise von Algen. Sie können das Wasser trüben, sind aber in Gebieten mit sauberem Wasser (z.B. in Skandinavien) unproblematisch. In anderen Regionen der Welt ist jedoch auch bei Schwebstoffen Vorsicht geboten. Denn dort können die Schwebstoffe auch Krankheitserreger mitführen.

 

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3. Wie funktionieren mobile Wasserfilter?

Die meisten mobilen Wasserfilter reinigen das Wasser, indem sie es durch Aktivkohle-Elemente leiten. Aktivkohle ist poröser Kohlenstoff mit mikroskopisch kleinen Poren. Wenn Wasser die Aktivkohle durchfliesst, werden Chemikalien und andere Stoffe gebunden und setzen sich in den Poren fest. Je feinporiger diese Aktivkohle ist, umso höher ist auch ihre Filterleistung.

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4. Was muss beim Kauf eines mobilen Wasserfilters beachtet werden?

 

Mit Trinkbehälter oder ohne: Grundsätzlich gibt es für den mobilen Gebrauch zwei verschiedene Wasserfilter-Systeme. Zum einen die Systeme, bei denen das Filterelement und die Trinkflasche eine Einheit bilden, und solche Systeme, bei der das Filtersystem in einer Pumpe integriert ist; Hier kann man direkt vom Schlauch trinken oder einen mitgeführten Getränkebehälter füllen. Beide Systeme erfüllen ihre Aufgabe bestens. Hier müssen Sie individuell entscheiden, welches System Ihnen besser zusagt und Ihre Bedürfnisse am besten abdeckt.

 

Filtergeschwindigkeit: Ein durchschnittlicher Wasserfilter benötigt ungefähr 1 bis 2 Minuten, um einen Liter Wasser zu reinigen. Hier sind die Unterschiede nicht so gross, weshalb Sie diesem Punkt bei Ihrer Kaufentscheidung keine grosse Beachtung schenken müssen. Ausser Sie haben auch unterwegs einfach keine Zeit...

 

Lebensdauer der Filter-Elemente: Wie regelmässig Sie die Filter-Elemente austauschen müssen, hängt vor allem von der Wassermenge ab, die Sie reinigen müssen. Beachten Sie unbedingt die Angaben des Herstellers und wechseln Sie die Filter-Elemente frühzeitig aus. Denn «verbrauchte» Filter können Verunreinigungen nicht mehr effektiv beheben und stellen eine Gefahr dar.


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