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Schneeschuh-Beratung

Das Know-how des Schneeschuhlaufens

Schneeschuh-Beratung
4. Juli 2023

Welche Schneeschuhe passen zu mir, was sollte ich beim Schneeschuhlaufen beachten und wie komme ich am besten vorwärts? Wir zeigen es dir.

Schneeschuhberater

Schneeschuhlaufen wird immer beliebter. Zurecht, denn es verbindet höchst effizientes Fitnesstraining mit der Möglichkeit, Winterlandschaften auf unvergleichliche Art und Weise zu erleben und zu geniessen. Zudem kann Schneeschuhlaufen oder- wandern ohne Vorkenntnisse von Jung bis Alt ausgeübt werden.

Der Materialaufwand und somit auch die Kosten sind beim Schneeschuhlaufen eher gering: Benötigt werden lediglich Schneeschuhe, festes Schuhwerk oder Winterboots sowie Stöcke. Je nach Gelände, in welchem man sich zu bewegen gedenkt, kann auch der vorgängige Besuch eines Schneeschuh-Kurses bei einer Bergsportschule sinnvoll sein.

Einer der wichtigsten Punkte gleich vorweg: Als Schneeschuhläufer bewegt man sich in der freien Natur und trägt gegenüber dieser eine gewisse Verantwortung. Deshalb lohnt sich vor jeder Schneeschuhwanderung ein Blick auf die Seite von Respektiere deine Grenzen

Schneeschuh-Beratung

Rücksicht auf die Natur

1. Wildruhezonen und Wildschutzgebiete beachten
2. Im Wald auf Wegen und bezeichneten Routen bleiben
3. Waldränder und schneefreie Flächen meiden
4. Hunde an der Leine führen, insbesondere im Wald

Gewicht

Auch das Gesamt-Gewicht (Körpergewicht & Rucksack) spielt bei der Wahl der richtigen Schneeschuhe eine zentrale Rolle: Grundsätzlich gilt, dass Damen mit der «kürzeren Version» (ca. 56 cm / 22“), die Herren mit der «längeren Version» (ca. 64 cm / 25“) gut bedient sind.

Wenn man hauptsächlich auf Trails unterwegs ist, spielt der Auftrieb keine entscheidende Rolle. Ist man jedoch des Öfteren in unwegsamem, nicht gespurtem Gelände anzutreffen, sollte ein grösseres Model oder der Einsatz einer Schneeschuh-Verlängerung in Betracht gezogen werden. Denn je grösser die Auflage-Fläche des Schneeschuhs, desto grösser der Auftrieb.
 

Sicherheit

Um die Sicherheit in jedem Gelände und unter unterschiedlichsten Bedingungen zu gewährleisten, ist eine gute Traktion unumgänglich. Denn auch ein Schneeschuh-Trail kann vereist sein!
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Zudem hat das Gelände, in welchem man sich bewegt, einen entscheidenden Einfluss auf die Wahl des passenden Schneeschuhmodelles. 
 
Je steiler das Gelände, umso wichtiger sind die folgenden Kriterien:

1. Flaches Gelände

– Die Bindung sollte einfach zu handhaben sein.
– Die Konstruktion der Schneeschuhe darf leicht und kompakt sein.
– Der zusätzliche Halt, den Pins auf der Unterseite der Schneeschuhe bieten, ist ausreichend.

2. Voralpines Gelände

– Traktionsschienen an zwei Seiten der Schneeschuhe sorgen für eine gute Traktion.
– Die Schneeschuhe sollten eine Steighilfe aufweisen.

3. Alpines Gelände

– Die Bindung muss festen und kompakten Halt garantieren.
– Traktionsschienen an allen Seiten der Schneeschuhe sorgen für maximale Traktion.
– Die Schneeschuhe sollten eine Steighilfe aufweisen.


Schneeschuhe für flaches Gelände

Durch eine grosse Auflagefläche ist ein optimaler Auftrieb gewährleistet und einfaches Laufen auf flachen Strecken ist gut möglich. Schneeschuhe für flaches Gelände werden mittels einer einfachen Riemenbindung am Schuh befestigt. Sie verfügen über wenige Dornen am Rahmen und sind mit eher flachen Harscheisen ausgestattet. Da im Normalfall keine Steighilfen vorhanden sind, sind sie für steileres Gelände nicht geeignet.

Schneeschuhe für voralpines/alpines Gelände

Um den Aufstieg zu erleichtern, kann bei diesen Schneeschuhen eine Steighilfe hochgeklappt werden, welche sich unter den Fersen befindet. Die Bindung ist komplexer und stärker fixierbar, um auch höheren Belastungen standzuhalten. Eine grössere Anzahl Dornen/Zacken am Rahmen, zusätzliche Greifpunkte sowie ausgeprägtere Harscheisen sorgen für besseren Halt und mehr Traktion im steilen Gelände und ermöglichen sicheres Traversieren.
 

Last but not least

​​​​​​​Schneeschuhmodelle, die ein geringeres Gewicht aufweisen, bieten spürbar mehr Komfort beim Gehen, was sich besonders auf längeren Touren stark bemerkbar macht.
 

Gut zu wissen… Schneeschuh-Technik

​​​​​​​1. Fortbewegung generell
Nur so breitbeinig wie unbedingt nötig gehen und seitlich mit den Stöcken abstützen.

2. Aufstieg
Vorlage einnehmen und die Frontzacken fest in den Hang rammen.

3. Abstieg
Das Gewicht auf die Ferse verlagern und in leichter Rücklage in Fall-Linie direkt bergab laufen.

4. Steighilfe
Steighilfe (Metallbügel oder Kunststoffelement) vor steilen Anstiegen unter der Ferse klappen. So steht man auch im Steilhang bequem im Schuh.

5. Die Bindung einstellen
Bei Modellen ohne Frontkorb oder Anschlag so in die Bindung stellen, dass die Zehenkappe des Stiefels ca. 3 cm Abstand zum Rahmen hat.

6. Stöcke
Am besten eignen sich Teleskopstöcke, da sich deren Länge sowohl auf die Körpergrösse als auch auf die Tiefe des Schnees oder das Gelände einstellen lässt. Besonders zu beachten sind grossflächige Winterteller am Stockende, damit der Stock nicht zu tief einsinken kann. Falls vorhanden, können auch Sommerstöcke mit einem passenden Teller umgerüstet werden.

Wer nur gelegentlich eine Schneeschuhtour macht oder vor dem Kauf das Schneeschuhlaufen ausprobieren möchte, findet im Mietangebot von SportX passende Schneeschuhe von MSR und Tubbs zur Miete.

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Lawinengefahr

Oft unterschätzt wird von (unerfahrenen) Schneeschuhläufern das Lawinenrisiko. Doch für sie gilt das Gleiche wie für Skitourengeher: Abseits gesicherter Routen muss die Lawinensituation beachtet, korrekt eingeschätzt und das Verhalten entsprechend angepasst werden. Unabdingbar ist daher die Kenntnis des aktuellen Lawinenlageberichts im bewanderten Gebiet sowie eine entsprechende Ausrüstung.


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