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Menschenwürdige Arbeitsbedingungen

Um sicherzustellen, dass ihre Waren unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt werden, hat die Migros bereits 1997 einen Verhaltenskodex für Geschäftspartner erarbeitet. Diese sind verpflichtet, soziale Mindestanforderungen einzuhalten. Die Regeln wurden später in den internationalen BSCI-Standard (Business Social Compliance Initiative) aufgenommen. Die Einhaltung der Kriterien wird regelmässig durch unabhängige Kontrollstellen überprüft. 

2013 wurde bei 206 Lieferanten ein BSCI-Audit durchgeführt. 58% erfüllten die Anforderungen ganz oder teilweise.

Nachhaltigkeit

  • Sozial und ethisch produzieren
    Die Migros ist Mitbegründerin der Business Social Compliance Initiative (BSCI), die sich für gerechte Arbeitsbedingungen weltweit einsetzt. Sie verpflichtet ihre Lieferanten, bei der Produktion soziale und ethische Standards einzuhalten. Kinderspielzeug, das von Kinderhand gefertigt wurde? Nicht bei der Migros! Soziale und ethische Kriterien spielen bei der Herstellung von Waren eine immer grössere Rolle. Bereits 1997 hat die Migros einen entsprechenden Verhaltenskodex für ihre Lieferanten erarbeitet. Berücksichtigt werden nur noch jene Lieferanten, die sich an den Kodex halten. Damit verkleinert sich für die Migros die Auswahl an Lieferanten, dafür können ihre Kunden mit gutem Gewissen einkaufen.
  • Die BSCI und ihr Verhaltenskodex
    2003 hat die Migros die Business Social Compliance Initiative (BSCI) mitbegründet. In diesem Rahmen setzt sie sich zusammen mit über 700 weiteren Handelsunternehmen für gerechte Arbeitsbedingungen weltweit ein. Die acht Grundsätze des Verhaltenskodex’ der BSCI lauten in Kurzform:
    • keine Zwangsarbeit
    • keine Kinderarbeit
    • faire Arbeitsverträge
    • fairer Lohn
    • menschenwürdige Arbeitszeiten
    • gesunde und sichere Arbeitsplätze
    • keine Diskriminierung
    • Organisation der Arbeitnehmerschaft
    BSCI Verhaltenskodex (PDF, 144 KB)
  • Die Einhaltung des Kodex wird kontrolliert
    Bereits haben über 90 Prozent der Lieferanten der Migros diesen Verhaltenskodex unterzeichnet. Ob sie ihn auch wirklich einhalten, wird durch unabhängige Unternehmen kontrolliert. Entspricht ein Lieferant nicht in allen Punkten den Vorgaben, bekommt er eine Frist, innert deren er die Mängel beheben muss. Läuft die Frist ab, ohne dass sich die Situation verbessert hat, wird bei diesem Betrieb nichts mehr bestellt.
  • Sensibilisierung vor Ort
    Da die Abnehmer allein im Produktionsland nur begrenzten Einfluss nehmen können, engagiert sich die BSCI stark für die Sensibilisierung vor Ort. So bietet sie kontinuierlich Schulungen für Produzenten an. Ausserdem organisiert die BSCI runde Tische in Asien, Afrika und Südamerika an denen Lieferanten, Behörden, NGOs und Arbeitervertreter teilnehmen.
  • Standard für Textilien
    Um im Textilsektor für ordentliche Umweltbedingungen zu sorgen, verwendet die Migros den Eco-Standard. Anfang Jahr hat die Migros ein weitreichendes Versprechen abgegeben: alle Textilien der Eigenmarken müssen bis spätestens Ende 2017 ökologisch, sozialverträglich und rückverfolgbar produziert werden. Nun hat die Migros im Detail definiert, mit welchen Methoden und Schadstoffanforderungen das Ziel erreicht werden soll. Manche Substanzen, wie zum Beispiel PVC, sind ganz verboten, für andere Chemikalien sind klare Grenzwerte definiert worden.
  • GSCP: Licht im Standard-Dschungel
    Heute gibt es weltweit über 1000 verschiedene Sozial-Standards. Es wird sowohl für die Händler als auch für die Hersteller immer schwieriger, sich in diesem Dschungel zu orientieren. Um die diversen Standards und Einzelinitiativen zu harmonisieren, hat sich die Migros 2006 mit anderen grossen Detailhändlern zusammengeschlossen zum „Global Social Compliance Programme“ (GSCP). Ein vom GSCP neu geschaffenes Referenzsystem erhöht die Transparenz im Beschaffungsmarkt.