Kaufberatung: Welcher Schneeschuh passt zu mir?

 
Wer im Tiefschnee wandern will, braucht die richtigen Schneeschuhe und Technik. Wir zeigen, wie Sie auch durch dicksten Pulverschnee kommen und auf was Sie beim Kauf von Schneeschuhen achten müssen.
Schneeshuhe im Schnee - SportXX

Die Wahl des Schneeschuhs wird in erster Linie durch das Körpergewicht und das Gelände bestimmt, auf dem gelaufen wird. Auch der Schuh, der dabei getragen wird (z.B. Wanderschuh, Winterstiefel, etc.) hat einen Einfluss auf die Bindung und damit auf den Schneeschuh.

Für hügeliges Gelände sollten Sie Steighilfen und weitere technische Hilfsmittel am Unterboden in Betracht ziehen, um beim Aufstieg nicht wegzurutschen.

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Schneeschuhe für flaches Gelände

Durch eine grosse Auflagefläche ist ein optimaler Auftrieb und einfaches Laufen auf flachen Strecken möglich. Diese Schneeschuhe werden mittels einfacher Riemenbindung am Schuh befestigt. Sie verfügen über wenige Dornen am Rahmen und sind mit eher flachen Harscheisen ausgestattet. Da im Normalfall keine Steighilfen vorhanden sind, sind sie für steileres Gelände nicht geeignet.

Schneeschuhe für hügeliges Gelände

Um den Aufstieg an Hängen zu erleichtern, kann bei diesen Schneeschuhen eine Steighilfe hochgeklappt werden, welche sich unter den Fersen befindet. Die Bindung ist komplexer und stärker fixierbar, um auch höheren Belastungen standzuhalten. Eine grössere Anzahl Dornen am Rahmen, zusätzliche Greifpunkte sowie steilere Harscheisen sorgen für besseren Halt im steilen Gelände und ermöglichen sicheres Traversieren.

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Technik zum Schneeschuhlaufen

Gehen Sie nur so breitbeinig wie unbedingt nötig und stützen Sie sich seitlich kräftig mit den Schneeschuhstöcken ab. Steighilfe ausklappen, Vorlage einnehmen und die Frontzacken fest in den Hang rammen. Das Gewicht auf die Ferse verlagern und in leichter Rücklage in Fall-Linie direkt bergab. Klappen Sie die Steighilfe (Metallbügel oder Kunststoffelement) vor steilen Anstiegen unter der Ferse. Dann stehen Sie auch im Steilhang bequem im Schuh. Bei Modellen ohne Frontkorb oder Anschlag gilt: Stellen Sie sich so in die Bindung, dass die Zehenkappe des Stiefels zirka drei Zentimeter Abstand zum Rahmen hat

Schneeschuhwandern kostet Kraft und Zeit

Wandern im Schnee ist anstrengend und kostet nicht nur Kraft, sondern auch Zeit: Es geht nur langsam voran. Entsprechend sind eher Kürzere Strecken empfehlenswert, da es im Winter früher dunkel wird. Für die Orientierung sollte genügend Zeit eingeplant werden, da eingeschneite Wegweiser leicht übersehen werden.

Langsam starten

Im Winter sind Trekkingstöcke mit breiten Wintertellern Pflicht. Es empfiehlt sich, zu Beginn ein langsames Tempo zu laufen, um damit in einen gleichmässigen Gehrhythmus zu kommen.

Gut ausgerüstet

Wie bei allen Wintersportarten ist es auch beim Schneeschuhlaufen wichtig, mit dem richtigen Zubehör ausgestattet zu sein. So kommen beispielsweise Handschuhe, eine Mütze und eine Thermosflasche mit heissem Tee unbedingt mit auf die Reise. Zur eigenen Sicherheit sollten ein Erste-Hilfe-Set, kleine Snacks sowie eine Lampe für Notfälle mitgeführt werden. Die gesamte Ausrüstung lässt sich dann am besten in einem leichten Wanderrucksack verstauen.

Das passende Schuhwerk zu wählen, ist die nächste essenzielle Entscheidung. Der Schuh muss zu hundert Prozent wasserdicht sein und die Füsse den ganzen Tag warm halten. Zur Auswahl stehen spezielle Winterstiefel oder gute Wanderstiefel, welche zusätzlich mit Einlegesohlen oder warmen Socken verstärkt werden können.