Laufschuhtypen und Pflege – Tipps und Kaufberatung

Welche Laufschuhe sind die richtigen? Laufschuhe sind so unterschiedlich wie ihre Träger und Verwendungszwecke. Unser Laufschuhberater hilft weiter:

Die Richtige Wahl

  • Stabilität
    Optimale Kombination aus Dämpfen, Stützen, Führen
  • Neutral
    Perfekte Dämpfung mit dynamischer Stabilität
  • Wettkampf
    Für schnelle Trainings und Wettkämpfe
  • Walking
    Besseres Profil, gezielte Dämpfung, angepasste Stützwirkung in jeder Schrittphase
  • Trailrunnning
    Griffiges Profil, dezente Dämpfung, hohe Flexibilität für Trittsicherheit
  • Fusstraining
    Ohne Stütz- und Dämpfungselemente für Alltag und kurze Trainingseinheiten

Stabilitätsschuhe

sind ideal für schwere Läufer und solche mit orthopädischen Problemen (Knickfuss, Senkfuss) und bieten, wie der Name sagt, mehr Stabilität als der neutrale Laufschuh.

Die Zwischensohle ist an der Innenseite mit härterem, meist anders farbigem Material verstärkt, das ein übermässiges Abknicken der Fussinnenseite nach innen verhindern soll. Stabilitätsschuhe sind schwerer und weniger flexibel und meist auf einem geraden Leisten gebaut, was ebenfalls zur Stabilität beiträgt. Wenn Sie zur seltenen Läuferspezies gehören, die „über aussen laufen“ (Supination, Unterpronation), müsste Ihr Schuh im vorderen äusseren Bereich ein härteres Zwischensohlenmaterial aufweisen. Oft tun es aber auch neutrale Laufschuhe, die im Mittelfussbereich über eine grosse Flexibilität verfügen; in schwereren Fällen können orthopädische Einlagen helfen.

Neutralschuhe

bilden einen guten Kompromiss zwischen Dämpfung und Führung und sind die richtige Wahl, wenn Sie einen Normalfuss haben, allenfalls auch leicht überpronieren, und höchstens leichtes Übergewicht.

Die Zwischensohle weist innen wie aussen die gleiche Härte auf, dämpft also überall gleich gut. Sie bieten einen besseren Halt als Wettkampfschuhe, sind aber trotzdem noch relativ leicht. Sie sind die Allrounder unter den Laufschuhen.

Wettkampfschuhe

sind leicht, meist stark tailliert und bieten wenig Dämpfung, Stabilität und Führung. Aus diesem Grund sind sie nur leichten oder normalgewichtigen Läufern mit gesunden Füssen zu empfehlen und nur für kürzere Wettkampfstrecken.

Die Sekunden, die durch das geringere Gewicht und die direktere Kraftübertragung auf den ersten Kilometern allenfalls gewonnen werden, können sich auf einem langen Lauf schnell ins Gegenteil umwandeln, wenn die Füsse, die schon müde sind, die Dämpfungs- und Führungsmechanismen übernehmen müssen. Wenn Sie Problemfüsse haben oder einige Kilos zu viel auf die Waage bringen, fahren bzw. laufen Sie mit einem Trainingsschuh eindeutig besser.

Trailschuhe

sind durch ihr griffiges Profil und das wasserabweisende oder gar wasserdichte Obermaterial für nasses oder kaltes Wetter gemacht sowie für rutschigen oder groben Untergrund, fürs Gelände eben. Geländeschuhe bieten auch Problemfüssen meist guten Halt und Schutz. Trailschuhe wiegen kaum mehr als gewöhnliche Laufschuhe, sie sind aber robuster und stabiler gebaut, liegen eng am Fuss an und sind tief konstruiert, damit  man den Boden unter den Füssen spürt.

Fusstrainingsschuhe / Barfusslaufschuhe

zwingen den Fuss zu Mehrarbeit, damit er seine natürlichen Eigenschaften wieder zurückgewinnen kann. Die leichtesten Modelle bieten den geringsten Schutz, dafür ein Gefühl, das dem Barfusslaufen am nächsten kommt. Die mittlere Gruppe, zu denen zum Beispiel der Nike Free gehört, weisen eine dünne Aussensohle und ein festeres Obermaterial auf. Der Adidas CC Chill gehört zu den Konzepten, die schon auf dem Weg zum funktionellen Laufschuh sind und sich auch für einen gelegentlichen kurzen Laufeinsatz eignen. Für alle gilt jedoch: Bitte ganz allmählich beginnen – mit den ganz leichten Modellen zum Beispiel bei den Laufschulübungen, mit den etwas schwereren ohne weiteres auch beim Ein- und Auslaufen oder im Alltag.

Laufschuhe für Frauen

sind kein PR-Gag. Alle Hersteller haben mittlerweile spezielle Frauenmodelle im Sortiment, und das ist auch gut so, denn Frauenfüsse sind in der Regel schmaler, die Knöchel liegen tiefer, der Rist ist häufig höher und der Vorfuss meist breiter als beim männlichen Fuss. Frauenlaufschuhe zeichnen sich durch einen schmaleren Leisten, geringeres Gewicht und höhere Flexibilität im Vorfussbereich aus. Etwa ein Viertel der Frauen sind mit Männerschuhen besser bedient. Probleme können dann entstehen, wenn eine Frau besonders grosse Füsse hat. Das Ryffel Running Verkaufspersonal wird aber auch in diesem Fall eine gute Lösung finden.

Walkingschuhe

zeichnen sich dadurch aus, dass sie in jeder Schrittphase gut stützen, gleichzeitig aber flexibel sind und die Fussabrollbewegung begünstigen. Wichtig ist auch ein gutes Sohlenprofil. Am besten sind die speziellen Walkingschuhe, aber Sie können fürs Walking oder Nordic Walking auch einen leichten Trekking- oder einen Laufschuh verwenden. Tragen Sie aber bitte keine Turn-, Tennis- oder Fitness-Schuhe vom Wühltisch. Das mag von der Kostenseite her zwar billiger sein, aber damit schadet man sich letztendlich mehr.

ConSR-Equip_Laufschuhtypen_WygK_ TIPP Die richtige Pflege

Die richtige Pflege für Laufschuhe
Noch ein Wort zur Pflege der Laufschuhe. Nehmen Sie die Innensohle heraus und waschen Sie diese separat. Tun Sie das Gleiche auch mit den Schnürsenkeln. Oberflächenschmutz entfernen Sie am besten mit einer alten Zahn- oder Nagelbürste, warmem Wasser und einer sanften Seife. Das können Sie ruhig regelmässig machen. Stellen Sie Ihre Laufschuhe zum Trocknen nicht neben eine Heizung oder direkt in die Sonne. Direkte Hitze beeinträchtigt die Form. Besser ist es, wenn Sie die Schuhe mit Küchen- oder Zeitungspapier ausstopfen. Das Papier saugt die Feuchtigkeit auf. Nach rund 12 Stunden sind Ihre Laufschuhe trocken.

Wenn Sie häufig laufen, sollten Sie mindestens zwei Paar Laufschuhe haben. Dann haben Sie immer eines einsatzbereit. Zudem wird der Bewegungsapparat immer ein wenig anders belastet, wenn Sie nicht immer mit den gleichen Schuhen unterwegs sind.