Die Besten Alternativen

Immer nur Laufen kann mit der Zeit eintönig werden. Vielseitiges Training ist aber nicht nur gut für die Motivation, es hilft auch Verletzungen und Überlastungen zu vermeiden.

Aqua-Fit, Nordic Walking und XCO

Selbst Topathleten wie Viktor Röthlin steigen regelmässig ins Wasser und führen ein Training durch, bei dem das Herz-Kreislauf-System gefordert und der Bewegungsapparat gleichzeitig geschont wird. Auch mit den alternativen Trainingsformen verbrennen Sie Kalorien und Fett – und Sie haben einen Trainingseffekt. Welche Alternativ- und Ergänzungstrainings sind die besten?

Aqua-Fit: Ganzkörpertraining im Wasser

Wie so vieles hat auch das Wassertraining seinen Ursprung in Amerika. Ein Pilot und ambitionierter Läufer namens Glenn McWaters stürzte im Vietnamkrieg ab und wurde schwer verletzt. In Zusammenarbeit mit dem „Institute of Bioenergetics“ in Alabama entwickelte er darauf eine Weste aus Neopren, die es ihm ermöglichte, sich aufrecht im Wasser zu bewegen. Das neue Wassertraining wurde schon bald breitflächig in der Rehabilitation eingesetzt. Aber nicht nur das: Viele ambitionierte Sportler erkannten, dass sie auf diese Weise mehr trainieren konnten, ohne den Bewegungsapparat zusätzlich zu belasten.

Während seiner Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles lernte Markus Ryffel das Deep Water Running kennen. Im Rahmen seiner Laufseminare führte er erste Lektionen durch und ergänzte das Training schliesslich mit Wassergymnastik. So entstand das Ganzkörpertraining Aqua-Fit, das seither in der Schweiz einen unglaublichen Siegeszug angetreten hat. Ein weiterer Meilenstein bedeutete die von Ryffel Running 1996 erstmals durchgeführte Aqua-Fit-Seedurchquerung. Mittlerweile laufen regelmässig rund 3000 bis 4000 Aqua-Fitler die 1,3 km quer durch den Greifensee – ein Weltrekord, der sogar im Guinness-Buch verewigt ist.

Sie können im Wasser ein Lauftraining absolvieren – vom Dauerlauf bis zum Fahrtspiel – oder eine komplette Aqua-Fit-Stunde. Diese kann sich so zusammensetzen: 20 Minuten Wassergymnastik mit Kraft- und Haltungsübungen, gefolgt von 30 Minuten Deep Water Running; zum Abschluss 10 Minuten Auslaufen (im Wasser) und entspannende Gymnastik- und Dehnübungen; zur Ergänzung können Sie auch Dehnübungen an Land machen.

Nordic Walking: der perfekte Gesundheitssport

Ist Nordic Walking ein Sport für Weicheier? Keineswegs! Nordic Walking ist eine äusserst wirkungsvolle Sportart, bei der die meisten der rund 700 Muskeln des Körpers beansprucht werden. Durch die sanfte Bewegungsart werden die Gelenke im Vergleich zum Laufen um rund ein Drittel entlastet. Trotz der deutlich geringeren Belastung verbrennt der Körper immer noch reichlich Kalorien: rund 500 kcal pro Stunde, 250 mehr als beim normalen Walken, 100 weniger als beim  Joggen. Mit anderen Worten: Nordic Walking ist ein perfektes Ganzkörpertraining und eine echte Alternative zum Laufen. Ganz besonders eignet es sich jedoch für Menschen mit Vorschädigungen an Gelenken, für Übergewichtige – und für ambitioniertere Läufer am Tag nach einer intensiven Trainingseinheit.

Nordic Walking entwickelte sich aus der Sommer-Trainingsform für Skilangläufer. Die ersten speziell für Fitnesstraining entwickelten Walkingstöcke kamen 1988 in den USA als „Exerstrider“ auf den Markt. Den eigentlichen Durchbruch schaffte die Sportart fast zehn Jahre später, als sich der Finne Marko Kantaneva, eine Privatperson mit Sport- und Fitnessbackground, mit Stockhersteller Exel zusammentat und spezielle Stöcke für Nordic Walking entwickelte, das auf finnisch „sauvakävely“ heisst. Von Finnland aus trat das perfekte Ganzkörpertraining seinen weltweiten Siegeszug an. In Solothurn führt Ryffel Running den Swiss Walking Event durch, eine der grössten Walking-Veranstaltungen mit regelmässig rund 5000 Teilnehmern.

XCO-Training: Walking und Running „Plus“

Laufen und Walken sind ideale Sportarten für das Herz-Kreislauf-System, aber die Rumpfmuskulatur wird dabei nur wenig beansprucht. Das XCO-Training schafft den Ausgleich! Es basiert auf einem Handgewicht, in dem sich ein spezielles Granulat befindet. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Hanteln ist nicht das Eigengewicht des Trainingsgeräts ausschlaggebend, sondern die Dynamik, mit der es beim Jogging, Walking oder bei Gymnastikprogrammen bewegt wird. Durch das Hin- und Herbewegen schleudert die Schwungmasse von einer Seite zur anderen.

Was ist der Effekt? Mit dem XCO-Training wird der Rumpf sehr wirkungsvoll trainiert. Insbesondere Rücken-/Kreuzbeschwerden kann so in idealer Weise vorgebeugt werden. Im Gegensatz zu Laufen und Walken werden auch Schultergürtel und Arme, der Nacken, dazu Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie die schräge und seitliche Bauchmuskulatur und die Taille ins Training einbezogen. Personen, die vorwiegend in sitzender Position arbeiten, können das Bewegungsdefizit im Lendenwirbelsäulenbereich mit XCO ausgleichen.

Der XCO-Trainer erweitert Laufen und Walken zu einem Ganzkörpertraining, das Sie durch spezielle Gymnastikübungen noch ausbauen können. In Studien führte die Verwendung des XCO zu einem signifikanten Anstieg der Herzfrequenz und der Sauerstoffaufnahme. Der Kalorienverbrauch konnte um ein Drittel gesteigert werden. Selbst Spitzensportler aus anderen Bereichen, wie der deutsche Top-Skilangläufer Tobias Angerer und die deutsche Handball-Nationalmannschaft, schwören auf das neue Trainingsgerät. Das XCO-Training ist für jede und jeden geeignet, da es leicht zu lernen ist und individuell dosiert werden kann.
Besuchen Sie einen unserer dreistündigen Workshops. Dort erfahren Sie in Theorie und Praxis alles, was Sie über XCO wissen müssen.

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