Rund um Nordic Walking

Ist Nordic Walking ein Sport für Weicheier? Keineswegs! Nordic Walking ist eine äusserst wirkungsvolle Sportart, bei der die meisten der rund 700 Muskeln des Körpers beansprucht werden.

Das braucht’s

Nordic Walker brauchen keine umfangreiche Ausrüstung. Unverzichtbar sind gutes Schuhwerk – am besten spezielle Walkingschuhe, aber auch gute Joggingschuhe tun’s – und natürlich die Spezialstöcke. Von billigeren Exemplaren aus Aluminium ist abzuraten, weil diese bei starker Belastung durchbiegen. Die teureren, aber nahezu unverwüstlichen Walkingstöcke aus Fiberglas/Carbon dämpfen die Schläge besser und sind mit Korkgriffen und speziellen Schlaufen ausgestattet, die wie Manschetten an den Händen befestigt werden. Für den Einsatz auf Asphalt werden griffige Gummikissen, so genannte „Asphalt Paws“, auf die Metallspitzen gesteckt. Alle Komponenten (Griffe, Schlaufen, Pads und Spitzen) können ausgewechselt werden.

Die richtige Technik

Jede und jeder wird sich schon nach kurzem Angewöhnen mit den Spezialstöcken vorwärts bewegen können. Damit Sie optimal profitieren, sollten Sie aber die folgenden Grundsätze beachten.

So ist’s richtig: Die Hand greift den Walkingstock fest mit allen Fingern und drückt den Körper in einer Pumpbewegung nach vorn. Die Stöcke werden eng am Körper vorbei geführt und zeigen während des ganzen Bewegungsablaufs schräg nach hinten. Der Handgriff bleibt leicht geöffnet, damit die Stöcke nach vorne schwingen können; bei der Rückwärtsbewegung werden die Stöcke nach hinten ausgestossen, um die grösstmögliche Armstreckung zu ermöglichen; dabei lässt die Hand den Griff für einen Moment ganz los. Oberkörper und Hüfte schwingen natürlich mit der Bewegung mit. Beim bergaufwärts Walken werden die Arme wesentlich stärker beansprucht, der Oberkörper neigt sich weiter nach vorne, die Schritte bleiben so lang wie möglich. Wenn’s bergab geht, wird der Körperschwerpunkt möglichst tief gehalten, das heisst, Sie gehen konstant leicht in die Knie; die Stöcke bleiben hinter dem Körper und dienen als aktive „Bremsen“.